Themen: Kultur/Feuilleton, Krieg&Frieden, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Kunstschaffende tragen nach diesem Essay Verantwortung für Frieden und Menschenwürde. Pablo Picassos Antikriegswerke wie «Guernica» werden als künstlerischer Widerstand gegen Gewalt genannt. Leonardo da Vinci erscheint als Beispiel für eine Würdeauffassung, die menschliche Grausamkeit erkennt und zugleich allen Lebensformen Respekt zuschreibt; zeitgenössischen Berichten zufolge kaufte er gefangene Vögel frei. Gewürdigt wird auch Daniel Barenboims Divan-Orchester, in dem junge palästinensische und israelische Musiker gemeinsam musizieren. Das Projekt soll zeigen, dass Verständigung über politische Konflikte hinweg möglich ist. Der Text erinnert zudem an den Kinderarzt und Musiker Beat Richner, der über Konzerte Mittel für fünf Kantha-Bopha-Kinderkrankenhäuser in Kambodscha sammelte und dort kranke, arme Kinder kostenlos behandeln liess. Frieden wird nicht bloss als Abwesenheit von Krieg verstanden, sondern als Haltung der Würde, des Respekts und der Unterstützung. Naturerfahrungen und Staunen werden als Gegenmittel zu einer auf Rentabilität ausgerichteten Industriegesellschaft dargestellt.