Themen: Umwelt, Klima&Energie, Gesundheit
Regionen: International, Europa
In Saint-Priest-la-Prugne im französischen Zentralmassiv kämpfen Mitglieder des Kollektivs Bois Noirs seit Jahrzehnten gegen radioaktive Altlasten einer 1980 geschlossenen Uranmine. Aktivistin Arlette Maussan misst auf einem Wanderweg, der mit schwach radioaktiven Gesteinsresten aufgeschüttet wurde, bis zu 14’000 Impulse pro Sekunde statt natürlicher 200. Ein künstlicher See bedeckt laut Kollektiv 1,3 Millionen Tonnen Abfälle aus der Uranaufbereitung. Die Gruppe befürchtet zudem, dass überalterte Absetzbecken radioaktive Stoffe in die Besbre und weiter in die Loire freisetzen. Sie verweist auf hohe Messwerte in Wasserpflanzen. Der Betreiber Orano hält Messungen an Pflanzen für ungeeignet und bezeichnet die Wasserqualität flussabwärts als gut bis sehr gut. Historisch wurden Gesteinsreste auch gratis für Wege, Schulhöfe und Baugrund abgegeben. Betroffene Eigentümer verlangen Sanierungen, während Gemeindevertreterinnen die wirtschaftliche Zukunft und ein geplantes Photovoltaikprojekt betonen.