Themen: Bildung, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Lucio Lorenzon kritisiert die Führung des Tessiner Bildungsdepartements DECS nach einem weiteren Vorfall am CSIA. Die Behörden hätten sehr schwere Tatsachen an die Öffentlichkeit gebracht, ohne Verantwortlichkeiten und Kontext genügend zu erläutern. Dadurch drohe, dass sich Verdacht gegen eine ganze Berufsgruppe richte. Lorenzon betont, die grosse Mehrheit der Lehrpersonen und Mitarbeitenden arbeite seriös und engagiert; gegebenenfalls festgestelltes individuelles Fehlverhalten dürfe nicht den Ruf Hunderter unbescholtener Fachleute beschädigen. Den Schutz der Opfer bezeichnet er als vorrangig. Zugleich verlangt er eine klare, rasche und verantwortungsvolle institutionelle Kommunikation. Bürgerinnen und Bürger hätten Anspruch auf transparente Angaben zu behördlichen Massnahmen und allenfalls festgestellten Verantwortlichkeiten, unter Wahrung rechtsstaatlicher Verfahren und Garantien. Er plädiert für eine dringliche Überprüfung der Kommunikations- und Umgangsweise in solchen Fällen.