Themen: Partei-Politik, Demokratie, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika
Flavio Meroni zeichnet ein scharf kritisches Bild von Donald Trumps Präsidentschaft vor den Midterm-Wahlen. Er verweist auf nicht erfüllte Wahlversprechen, darunter ein rasches Ende des Ukrainekriegs und die Senkung der Inflation. Zölle hätten nach seiner Darstellung die Lebenshaltungskosten erhöht, während Einschnitte bei Gesundheitsversorgung und staatlichen Dienstleistungen folgten. Meroni kritisiert zudem persönliche Bereicherung und Korruption im Umfeld des Präsidenten sowie dessen Aussenpolitik. Genannt werden expansionistische Rhetorik gegenüber Kanada und Grönland, eine Politik der Vorherrschaft in Lateinamerika, Venezuela, der Iran sowie Trumps Verhältnis zu Wladimir Putin, Benjamin Netanjahu und Kim Jong-un. Besonders belastend sei der Kontrast zum MAGA-Versprechen, nationale Interessen statt Auslandskonflikte zu priorisieren. Vor den Wahlen wirft Meroni Trump vor, sich direkt in lokale Kampagnen einzumischen, Geldzahlungen an einen republikanischen Wahlsieg zu knüpfen, Wahlverfahren über das Justizministerium zu behindern und eine Anerkennung des Ergebnisses infrage zu stellen. Er deutet die republikanische Niederlage als Folge dieser Politik.