Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Eine mögliche Fusion oder Übernahme von UBS durch Morgan Stanley würde das Risikoprofil der Schweizer Grossbank grundlegend verändern. Während im Bundesparlament weiter über die Eigenkapitalanforderungen für UBS diskutiert wird, wurden ein Wegzug der Bank oder ein Zusammenschluss mit einem ausländischen Konkurrenten als Möglichkeiten genannt, eine erhebliche Kapitalaufstockung zu vermeiden. Morgan Stanley gilt wegen seiner Grösse als einer der wenigen, möglicherweise als der einzige Bankkonzern, der für eine solche Transaktion infrage käme. Theoretisch entstünde ein Institut, das sowohl zu den führenden Investmentbanken als auch zur weltweiten Nummer eins in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung zählen würde. Carlo Lombardini kommt nach einem Vergleich der Geschäftsberichte beider Gruppen jedoch zum Schluss, dass ein Zusammenschluss die Risiken von UBS erheblich steigern würde. Morgan Stanley verfüge über ein stärker ausgebautes Investmentbanking, das riskanter sei als Vermögensverwaltung oder das Privatkundengeschäft.