Themen: Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Schluckzentrum am Universitätsspital Zürich teilte einem Patienten für eine Routine-Nachkontrolle eine mögliche Wartezeit von rund fünf Monaten mit. Die Spezialsprechstunde gehört zur Phoniatrie und Klinischen Logopädie innerhalb der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie. Nach Veröffentlichung der Kritik stellte das USZ klar, diese Wartezeit treffe nicht auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren zu. Personen mit Verdacht auf ein Kopf-Hals-Karzinom würden prioritär triagiert und in der Regel innerhalb von drei Wochen aufgeboten. Auch bereits behandelte Tumorpatientinnen und -patienten erhielten eine individuell geplante Nachsorge. Die erwähnte Schlucksprechstunde sei keine Tumornachsorge-Sprechstunde, sondern diene der spezialisierten Untersuchung und gegebenenfalls Behandlung von Schluck-, Stimm- und Artikulationsfunktionen. Längere Wartezeiten könnten bei Überweisungen in allgemeine Spezialsprechstunden auftreten. Der Bericht ordnet den Fall zudem in die Debatte über steigende Gesundheitskosten und eine geplante Taxpunkt-Obergrenze ein.