Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Luzern Süd hat sich in den Gemeinden Luzern, Kriens und Horw auf 3,3 Quadratkilometern zu einer neuen Stadtlandschaft entwickelt. Das Gebiet gilt als Entwicklungsschwerpunkt des Kantons und steht beispielhaft für Wachstum und Verdichtung in den Agglomerationen grosser Zentren. Zwischen Eichhof West und dem Strandbad Horw treffen Neubausiedlungen, ältere Wohnhäuser, Montagehallen, Autoverkaufsflächen, Naturreste und gepflegte Grünräume aufeinander. Wege und Strassen erschliessen das Gebiet dicht, schaffen aber auch Sackgassen und schwer überwindbare Verkehrsbarrieren. Der Campus Horw der Hochschule Luzern liegt mitten in dieser rasanten Transformation; frühere Äcker sind unter anderem einem Hochhaus gewichen. Fachleute aus Architektur und Städtebau beurteilen die Entwicklung skeptisch und fasziniert zugleich. Eine Masterarbeit beschreibt das vielerorts gleichzeitig entstehende Wachstum als «Architekturen des Schaums». Als zentrale Aufgabe erscheint, nicht nur einzelne Bauprojekte zu gestalten, sondern Infrastrukturen und Zwischenräume aktiv zu entwickeln und das Unfertige als Qualität zu nutzen.