Themen: Migration/Asyl, Innen-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Ein Beamter der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE hat am 20. September 2026 in Austin, Texas, einen Mann angeschossen und schwer verletzt. Nach Angaben von Bürgermeister Kirk Watson wurde der Mann ins Spital gebracht, schwebte jedoch nicht in Lebensgefahr. Viele Details des Vorfalls seien noch offen. Watson kritisierte den Schusswaffeneinsatz als inakzeptabel und verlangte zusammen mit Polizeichefin Lisa Davis, dass die örtliche Polizei in die Aufarbeitung einbezogen wird. Eine Untersuchung allein durch ICE sei aus Gründen der Transparenz nicht ausreichend. Am Ort des Vorfalls kam es zu spontanen Protesten. Der demokratische Abgeordnete Greg Casar forderte eine vollständige unabhängige Untersuchung sowie die Veröffentlichung der Bodycam-Aufnahmen. Er verlangte Rechenschaft vom beteiligten Beamten. ICE habe ihre Aktivitäten gegen Migranten in Austin zuletzt verstärkt. Präsident Trump verfolgt seit seinem Amtsantritt einen harten Kurs mit Razzien und Festnahmen von Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel oder mit Vorstrafen.