Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
V-Zug hat im ersten Halbjahr bei einem Umsatzanstieg von fünf Prozent auf 285 Millionen Franken knapp sieben Millionen Franken Gewinn erzielt. Ein Whistleblower stellt die positive Bilanz jedoch infrage und wirft dem Haushaltsgerätehersteller ein hartes Arbeitsregime vor. Mitarbeitende über 50 würden systematisch entlassen, Burnouts nähmen zu, und Krankgeschriebene würden zur Rückkehr gedrängt, bevor ihnen gekündigt werde. Auch beim neuen Modell der Vertrauensarbeitszeit bestehe laut dem Hinweisgeber Druck. V-Zug weist die Vorwürfe zurück. Seit Anfang 2025 habe es bei über 55-Jährigen weniger als fünf betriebsbedingte Kündigungen gegeben; eine aussergewöhnliche Häufung von Burnouts gebe es nicht. Die Vertrauensarbeitszeit sei freiwillig und ohne Nachteile ablehnbar oder mit Monatsfrist widerrufbar. Das Unternehmen räumt einen umfassenden Transformationsprozess unter Wettbewerbs- und Preisdruck ein, der für einzelne Mitarbeitende schwierig sein könne.