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Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet

Journal21
Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet

Themen: Kultur, Kultur/Feuilleton, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Basel/NWCH

Das Kunstmuseum Basel widmet Gertrud Dübi-Müller (1888–1980) eine Ausstellung als Kunstsammlerin, Fotografin und Mäzenin. Die wohlhabende Solothurnerin erhielt Zeichen- und Malunterricht bei Cuno Amiet und begann früh, Werke zu kaufen: Mit ihrem Bruder erwarb sie 1908 in Wien Van Goghs «Der Irrenwärter von Saint-Rémy» für 4000 Franken. Ihre Sammlung verband Werke der französischen Moderne mit Arbeiten von Schweizer Künstlern, darunter Amiet, Giovanni Giacometti und Ferdinand Hodler. Besonders eng war ihr Austausch mit Hodler, für den sie zwischen 1911 und 1918 in zahlreichen Gemälden und Studien Modell stand. Zugleich fotografierte sie den Maler bei der Arbeit und verschob damit die übliche Rollenverteilung zwischen Künstler und Modell. Die Ausstellung stellt auch Porträts von Giacometti und Amiet gegenüber und zeigt Dübi-Müller als aktive Akteurin der Kunstszene. Neben ihrer Kunstleidenschaft erscheint sie als Alpinistin, Autofahrerin und selbstbestimmte Frau.

www.journal21.ch

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