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Verbreitetes Vorurteil: Bauern besitzen zu viele Traktoren

Infosperber
Verbreitetes Vorurteil: Bauern besitzen zu viele Traktoren

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie, KI/Digital

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz verfügen im Durchschnitt über 3,1 Traktoren; 2024 waren bei 47’000 Höfen rund 146’800 Maschinen registriert. Jürg Vollmer hält die Zahl jedoch für wenig aussagekräftig: Schweizer und österreichische Statistiken erfassen auch Fahrzeuge von Lohnunternehmen, Maschinenringen, Gemeinden sowie Bau- und Transportunternehmen, während Deutschland anders zählt. Zudem erfüllen alte Kleintraktoren und moderne Grossmaschinen unterschiedliche Aufgaben. Sie müssen in kurzen, wetterabhängigen Zeitfenstern gleichzeitig verfügbar sein, etwa bei Grasernte, Saat oder Kartoffelernte. Rund 50 bis 60 Prozent der ackerbaulichen Hauptarbeiten werden zwar durch Lohnunternehmen oder Maschinenringe erledigt, doch bei günstiger Witterung entsteht dort ebenfalls Nachfrage gleichzeitig. Moderne Traktoren nutzen GPS, Kameras, KI und Telemetrie für präzisen Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz. Ihre hohen Anschaffungs- und Reparaturkosten sowie eingeschränkte Diagnosezugänge der Hersteller erhöhen aber den Kostendruck und fördern grössere Betriebsflächen. Die hohe Maschinenzahl erklärt sich auch durch langlebige Fahrzeuge und sinkende Hofzahlen.

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