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«Verschont uns mit der moralischen Aufarbeitung der Coronazeit»

Infosperber
«Verschont uns mit der moralischen Aufarbeitung der Coronazeit»

Themen: Corona, Gesellschaft, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Infosperber wirft grossen Schweizer Medien vor, die Corona-Politik und die behördlichen Massnahmen zu wenig kritisch begleitet zu haben. Ringier-CEO Marc Walder habe eine Unterstützung der Regierung durch die Berichterstattung verlangt; Tamedia habe staatliche Informationen nicht nur übernommen, sondern teils strengere Massnahmen gefordert. Als Beispiel nennt der Beitrag den Bundeshausjournalisten Peter Morf, dem Tamedia Anfang 2021 nach kritischen Fragen zu Pandemie und Massnahmen das Schreiben über Corona untersagt habe. Morf vermutet rückblickend einen Zusammenhang mit dem Aufruf, die Position des Bundesrats zu stützen. Kritisiert werden ferner alarmistische Expertenauswahl, die Darstellung positiver Tests als «Fallzahlen», unvollständige Angaben zum Impf-Nutzen sowie die Stigmatisierung Ungeimpfter. Während NZZ-Autorin Katharina Fontana eine Aufarbeitung befürwortet, lehnt Tamedia-Redaktor Markus Brotschi eine moralische Vergangenheitsbewältigung ab. Der Beitrag wertet dies als Folge eines journalistischen Versagens.

www.infosperber.ch

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