Themen: Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Liechtensteins Erbprinz Alois hat sein Veto gegen die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs eingelegt. Das Parlament hatte die Vorlage im Vormonat befürwortet. Damit wird die geplante gesetzliche Regelung vorerst blockiert. Alois begründet seinen Entscheid mit dem Schutz des ungeborenen Lebens: Ein System, das sich an Fristen orientiere, könne seiner Ansicht nach keinen ausreichenden Schutz gewährleisten. Der Konflikt betrifft damit sowohl die gesetzliche Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen als auch die verfassungsmässige Rolle des Fürstenhauses im Gesetzgebungsverfahren.