Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Die Tessiner SVP hat im Grossen Rat eine Interpellation zur Finanzlage von SOS Ticino eingereicht. Laut dem Tätigkeitsbericht 2025 schloss die Organisation das Jahr mit einem Verlust von 386'772 Franken ab; das konsolidierte Ergebnis vor Zuweisungen lag bei minus 326'822 Franken. SOS Ticino bezeichnet dies als schlechtestes Resultat seiner jüngeren Geschichte. Gleichzeitig stiegen die kantonalen Beiträge von 6,55 Millionen Franken 2023 über 6,73 Millionen 2024 auf knapp 7,38 Millionen Franken 2025. Als Gründe für das Defizit werden der Ausbau der Direktion, verstärkte Informatik- und Administrationsunterstützung sowie Investitionen in Kommunikation und Fundraising genannt; zudem gingen verschiedene Einnahmen zurück. Die von Andrea Giudici angeführten Abgeordneten stellen die sozialen Dienstleistungen, die berufliche Integration und den Rechtsschutz im Asylbereich nicht grundsätzlich infrage. Sie wollen aber wissen, wie der Kanton die Verwendung öffentlicher Gelder kontrolliert, wie sich die höheren Beiträge erklären, welchen Anteil die Direktion kostet und ob ein Sanierungsplan verlangt wurde. Auch zu Führungslöhnen fordert die SVP offizielle Angaben.