Themen: Gesellschaft, Migration/Asyl, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Ein 18-Jähriger tötete an einer schwedischen Schule eine 17-Jährige mit einem Schwert und verletzte zwei weitere Personen schwer; ein 16-Jähriger, der ihn über verschlüsselte Nachrichten ermutigt haben soll, wurde festgenommen. Der Fall steht exemplarisch für die These, dass Gewaltkriminalität überwiegend von Männern verübt wird. 2024 war in der EU nur etwa eine von 18 erwachsenen inhaftierten Personen weiblich. Laut UN waren 2023 rund 44 Prozent der weltweiten Mordverdächtigen zwischen 15 und 29 Jahre alt; junge Männer haben zugleich das höchste Risiko, getötet zu werden. Eine Studie zu 5,5 Millionen rechtskräftig abgeurteilten Delikten in Spanien von 2007 bis 2023 erklärt höhere Kriminalitätsraten von Ausländerinnen und Ausländern vor allem mit Alter, Geschlecht und sozioökonomischen Faktoren. Nach deren Berücksichtigung sinkt der Unterschied um 48 Prozent. Als wirksame Mittel nennt die Studie Regularisierungen und Integrationspolitik.