Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Piramida auf Spitzbergen liegt während zehn Jahren verlassen, bevor Touristinnen, Touristen und Forschende den Ort Ende der 2000er-Jahre wiederentdeckten. Im Sommer arbeiten dort jeweils zehn bis zwanzig Personen; im Winter wird die Siedlung erneut zur Geisterstadt. Die Aufgaben sind nach Nationalitäten verteilt: Russen führen Besucher, Ukrainer renovieren und unterhalten Gebäude, Tadschiken sammeln Metall und Kabelreste. Während die tadschikischen Arbeiter zu zehnt in einer Baracke schlafen, wohnen Russen und Ukrainer im 1989 fertiggestellten Hotel Tulpe, dessen rechter Flügel 2013 wieder eröffnet wurde. Die Minengesellschaft will mit Tourismus neue Einnahmen schaffen. Piramida zählt jedoch nur 2500 Besucher pro Jahr, gegenüber 80'000 in Longyearbyen. Meist kommen Kreuzfahrtgäste nur für eine Stunde; geöffnet sind Kulturzentrum, Kantine, Hotelbar und Souvenirladen, während viele Gebäude verschlossen bleiben.