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Volksbadsanierung: Trauerspiel seit über 40 Jahren

Saiten
Volksbadsanierung: Trauerspiel seit über 40 Jahren

Themen: Kultur, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Ostschweiz

Die Stadt St.Gallen plant, den Betrieb des historischen Volksbads nach der Wiedereröffnung des Hallenbads Blumenwies einzustellen. Das 1906 eröffnete und denkmalgeschützte Bad wurde über Jahrzehnte nur notdürftig unterhalten; eine umfassende Sanierung wurde seit 1985 mehrfach versprochen und verschoben. Während früher von 12 Millionen Franken die Rede war, werden inzwischen rund 20 Millionen Franken genannt. Allein die laufenden Reparaturen verursachen heute hohe Kosten, und der Betrieb bleibt defizitär. SP-Stadtparlamentarier Gallus Hufens setzte mit Unterstützung aller Fraktionen ausser der FDP ein Postulat durch. Es verlangt einen Bericht zu möglichen Zukunftsszenarien statt einer Schliessung. Der Stadtrat will diesen Bericht erstellen, nennt aber keinen Termin. Parallel verhandelt die Stadt mit der Stiftung für Jugendherbergen über eine mögliche Nutzung des Gebäudes. Kritiker verweisen darauf, dass das Volksbad auch künftig benötigte Wasserfläche bietet und als Jugendstilbau zur Stadtidentität gehört.

www.saiten.ch

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