Themen: Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Opferfamilien des Brandes von Crans-Montana kritisieren die Stiftung Beloved wegen langsamer und bürokratischer Hilfe. Die von Doris Leuthard präsidierte Stiftung hatte nach der Katastrophe rasche, unkomplizierte Unterstützung angekündigt. Eltern verstorbener Kinder sagen jedoch, sie hätten bislang keine Zahlungen erhalten und müssten sich durch komplizierte Unterlagen arbeiten. Eine Mutter äussert angesichts ihres Frusts, sie würde ihren Schweizer Pass zurückgeben, wenn dies möglich wäre. Laut Geschäftsführer Christian Cardon de Lichtbuer wurden bereits Hilfen an psychisch traumatisierte und körperlich verletzte Betroffene ausbezahlt. Zu Zahlungen an Eltern getöteter Kinder äussert er sich nicht. Im Februar verfügte Beloved laut Bericht über 24 Millionen Franken und sammelte weiterhin Spenden. Unbeantwortet blieben Fragen zu den Kosten öffentlich beachteter Kunstinstallationen, zum aktuellen Vermögen und zu möglichen Zahlungen an Opfer anderer Katastrophen.