Themen: Wirtschaft/Finanzen, Partei-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Die US-Notenbank Fed hält ihren Leitzins wenige Tage vor den Kongresswahlen bei 3,75 bis 4 Prozent. Zwei der zwölf geldpolitisch Verantwortlichen, Lisa Cook und Beth Hammack, stimmten dagegen und wollten den Satz um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. Die Fed will zunächst weitere Erkenntnisse abwarten, obwohl die Inflation mit 3,7 Prozent im September deutlich über dem Ziel von 2 Prozent liegt, das seit mehr als fünf Jahren nicht erreicht wurde. Der Energiepreisschock nach Donald Trumps Krieg gegen Iran gilt als wesentlicher Inflationstreiber. Beobachter vermuten, dass die Pause auch verhindern soll, die Fed unmittelbar vor der Wahl in eine politische Debatte zu ziehen. Investoren rechnen mit einer Zinserhöhung im Dezember. Trump fordert dagegen tiefere Zinsen. Auch die Bank of Canada erhöhte ihren Leitzins wegen der anhaltend hohen Energiepreise um 0,25 Punkte auf 2,5 Prozent.