Themen: Innen-Politik, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden, Zentralschweiz
Im Wallis dürfen Betreibungs- und Konkursämter Ricardo nicht mehr für amtliche Versteigerungen von Konkursgütern einsetzen. Der kantonale Datenschutzbeauftragte beanstandet mehrere Punkte: Es fehle eine gesetzliche Grundlage, es würden übermässig Personendaten erhoben, und der Kanton verfüge gegenüber der Plattform über ungenügende Kontrollrechte. Damit endet im Wallis die Nutzung von Ricardo für diese behördlichen Verkäufe. In Luzern wird die Plattform laut Ankündigung weiterhin verwendet. Der Kanton Zug geht bei solchen Versteigerungen einen eigenen Weg. Im Zentrum stehen die rechtliche Absicherung digitaler Amtsgeschäfte, der Umgang mit Personendaten und die Kontrollmöglichkeiten staatlicher Stellen gegenüber einer privaten Onlineplattform.