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Warum ich abends mit einem Ast im Lift stehe

Zentralplus
Warum ich abends mit einem Ast im Lift stehe

Themen: Leben, Umwelt

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Juri Vonwyl versorgt seine Insekten und Reptilien regelmässig mit selbst gesammelten Futterpflanzen. Als er nach der Arbeit einen Haselast für seine Insekten aus einem Park holt, begegnet er einem skeptischen Passanten und einem Mädchen, das ihn auf das Abreissen von Ästen hinweist. Seine Nachbarin hilft ihm später mit dem Ast ins Haus und behandelt das ungewöhnliche Gepäck gelassen. Sie kennt auch frühere Transporte wie einen Palettrahmen oder eine Regentonne für sein Regenwassersammelsystem. Frische Blätter sind für viele Insekten entscheidend, weil welke Pflanzen an Nährwert verlieren und von den Tieren oft nicht gefressen werden. Die peruanische Samtschrecke bevorzugt Liguster und akzeptiert Flieder nur im Notfall. Vonwyl sammelt deshalb mindestens dreimal pro Woche neues Futter. Von Frühling bis Herbst verbindet dies die Pflege mit Naturbeobachtungen. Im Winter bleiben oft Brombeerblätter; bei Schnee gräbt er mitunter Pflanzen aus und nimmt Kratzer von stacheligen armenischen Brombeeren in Kauf.

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