Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Hitze, Trockenheit und ein neu nachgewiesenes Rindervirus haben Luzerner Landwirtschaftsbetriebe 2026 stark belastet. Auf dem Hof von Elisabeth Rüttimann in Hohenrain schrumpften Kartoffeln und Zwetschgen, Äpfel fielen früh vom Baum, und Wiesen sowie Mais lieferten weniger Grundfutter für den Winter. Gemüse- und Obstbetriebe mussten zudem mehr bewässern. Bei Rindern traten Durchfall, Müdigkeit und Lahmheit auf; die Milchleistung sank. Der Luzerner Veterinärdienst wies seit Anfang August bei erkrankten Tieren ein Shamonda-like Virus nach, das durch Gnitzen übertragen wird und für Menschen ungefährlich ist. Direkt meldeten sich 19 Betriebe, die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen. Für trächtige Kühe wird ein Risiko von Fehlgeburten oder Missbildungen befürchtet, gesichert ist dies noch nicht. Nach anfänglicher Milchüberproduktion brachen die Einlieferungen ab Mitte Juli ein. Die Zentralschweizer Milchproduzenten fordern zusätzlich zum Richtpreis einen Trockenheitszuschlag.