Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, Europa
Uwe Strohmeyer bespricht Wolfgang Bittners Gedichtband «Der Dompfaff verschwand pfeifend im Hibiskus», erschienen 2026 im Verlag am Park. Er würdigt die Verse als sprachlich präzise und verdichtete Verbindung von Erinnerungen, Gefühlen, Erfahrungen und politischer Beobachtung. An mehreren Beispielen zeigt er seine Lesart: «Nach dem Gewitter» kontrastiere Naturidylle, Krieg und Todesbilder; «Nachbarlich» deute er als Kritik an grüner Politik und gesellschaftlichen Machtansprüchen. «Seelisch» liest er als Liebesgedicht über Nähe, Verletzlichkeit und Hingabe. Die Gedichte «Hoffnungsvoll», «Aussichten» und «Akupunktiert» verbindet er mit Frühling, Zuversicht, Schmerz und Heilung. In «Amtlich» erkennt er eine satirische Zuspitzung staatlicher Klimapolitik. Strohmeyer betont den subjektiven Charakter seiner Auswahl und empfiehlt den 126 Seiten umfassenden Band als anregende Lektüre, deren knappe Sprache Leserinnen und Leser zu eigenen Empfindungen und Gedanken führen könne.