Themen: Kultur, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Zürcher Grosssponsoren zeigen sich laut der Einschätzung zunehmend zurückhaltend gegenüber dem Zoo und dem Kunsthaus. Der Zoo verzichtet künftig auf sein bisheriges «Zoo-Fäscht», das als Treffpunkt für bestehende und potenzielle Geldgeber diente. Direktor Severin Dressen wird vorgeworfen, den Zugang zu lokalen Kreisen nicht gefunden zu haben; Kritik gibt es zudem an Projektkosten, dem Abriss einer noch nicht fertiggestellten Volière, steigenden Eintrittspreisen und einer als schlechter wahrgenommenen Sichtbarkeit der Tiere. Auch das Kunsthaus kämpft nach der Kontroverse um die Bührle-Sammlung um Vertrauen. Zwar steigen die Besucherzahlen, doch Betrieb und Unterhalt der beiden Gebäude am Heimplatz verursachen hohe Kosten. Präsident Philipp Hildebrand habe neue Grosssponsoren vergeblich gesucht. Als Gründe gelten neben den Skandalen die Distanz der ausländischen Leitung zu Zürcher Netzwerken, Börsenverluste wohlhabender Förderer und Konzernvorgaben bei internationalen Firmen. Zusätzliche staatliche Finanzierung steht damit im Raum.