Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Frontotemporale Demenz, kurz FTD, trifft häufig Menschen im Berufs- und Familienalter und zeigt sich vor allem durch Persönlichkeitsveränderungen, fehlende Krankheitseinsicht und den Verlust der Alltagsfähigkeit. In der Schweiz leben gemäss internationalen Schätzungen rund 4’000 bis 5’000 Menschen mit dieser seltenen Demenzform. Weil erste Symptome oft als Depression oder Burnout gedeutet werden, kann die Diagnose Jahre dauern. Angehörige aus Basel schildern, wie die Krankheit Beziehungen und Rollen verändert: Eric Brodbeck organisiert mit seiner Tochter Chiara die Betreuung seiner erkrankten Frau Monica, während Chiara sich zunehmend wie deren Mutter fühlt. Gisela Konstantinidis musste die Pflege ihres Partners nach einem Unfall in professionelle Hände geben. Margrit Dobler gründete 2013 die erste FTD-spezifische Angehörigengruppe der Schweiz und veröffentlichte 2024 ein Buch mit Angehörigengeschichten. Sie und Fachpersonen fordern mehr Aufklärung sowie flexiblere, auch individuell finanzierbare Betreuungsangebote.