Themen: Technologie, Wirtschaft/Finanzen, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Winterthur weiht am 5. September die Leonie-Moser-Brücke, auch Querung Grüze genannt, ein. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember soll die längste Brücke der Stadt in Betrieb gehen. Die Fuss-, Velo- und ÖV-Verbindung überspannt mehrere Bahnlinien und erschliesst mit dem Bahnhof Grüze das umliegende Entwicklungsgebiet. Ihre Rolle als Drehscheibe hängt jedoch auch vom geplanten Bahnhof Grüze-Nord ab, der Verbindungen in Richtung Thurgau und Weinland anbinden soll. Obwohl dieser Bahnhof jahrelang mit Bundesstellen abgesprochen gewesen sei, stufte Bundesrat Rösti ihn im Frühjahr stark zurück. SVP und Autolobby kritisieren die Brücke deshalb als Geisterbrücke, während Stadt und Kanton weiter für den Bahnhof kämpfen wollen. Der gleichzeitig veröffentlichte Masterplan Grüze-Süd umfasst ein rund 13 Hektaren grosses Gebiet südlich der Gleise. Er soll bestehende Betriebe, neue Unternehmen, punktuell Wohnen und attraktive öffentliche Räume verbinden. Eine neue Achse zum Sportpark Deutweg soll die Brücke ergänzen.