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Wenn Kunstobjekte zum Politikum werden

Zürcher Studierendenzeitung
Wenn Kunstobjekte zum Politikum werden

Themen: Kultur, CH-Politik, Geopolitik

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur, International, Afrika

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich hat 14 Benin-Artefakte an die nigerianische Regierung zurückgegeben. Die Direktorin Alice Hertzog, die Geschäftsführerin Barbara Welter Thaler, Kurator Alexis Malefakis und Architekt Salim Umar begleiteten die Restitution nach Nigeria. Weitere je zwei Benin-Bronzen des Museums Rietberg und des Musée d’Ethnographie de Genève wurden ebenfalls zurückgeführt. Die Objekte stehen im Zusammenhang mit der Plünderung des Königspalasts von Benin durch die britische Kolonialarmee 1897, bei der rund 10'000 Objekte nach Europa gelangten. Die seit 2021 tätige Benin Initiative Schweiz untersuchte mit nigerianischen Fachleuten die Provenienz der Bestände. Die insgesamt 18 Objekte wurden im Nigerian National Museum in Lagos empfangen; einige gingen anschliessend nach Benin City, wo der Oba sie segnete. Am 29. Juni unterzeichneten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Kulturministerin Hannatu Musa Musawa ein Abkommen über Kulturgütertransfers und die Zusammenarbeit gegen illegalen Handel.

Zürcher Studierendenzeitung

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