Themen: Wissenschaft, Technologie, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Das Department of Biomedical Engineering der Universität Basel entwickelt technische Verfahren für individuell angepasste Knochenimplantate. Rund 170 Forschende aus mehr als 35 Nationen arbeiten am Standort im Switzerland Innovation Park auf dem Allschwiler Bachgraben-Areal; im gesamten Departement beschäftigt die Universität 400 Mitarbeitende. Für Kiefer-, Gesichts- und Neurochirurgie werden fehlende Schädelteile geplant und hergestellt. Statt Kunststoffblöcke zu fräsen, setzt das Departement auf eine günstigere Produktion im 3D-Druck. Chirurgische und technische Fachpersonen planen die Implantate mit Software und VR-Brillen gemeinsam in einem virtuellen Raum, in dem etwa ein defekter Schädel dreidimensional dargestellt wird. Die Methode kann auch Patientinnen und Patienten ihr Krankheitsbild veranschaulichen und Ängste vor Eingriffen mindern. Künstliche Intelligenz ermöglicht laut Departement die Planung individueller Knochenersätze innert zwei Sekunden. Robotik-Doktorierende erforschen zudem den Direktdruck von Implantaten am Körper, wobei noch zahlreiche Herausforderungen offen sind.