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Wenn selbst das Nötigste zum Luxus wird – Bericht aus Teheran

Journal21
Wenn selbst das Nötigste zum Luxus wird – Bericht aus Teheran

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Ungleichheit, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien

Teherans Haushalte geraten durch den raschen Kaufkraftverlust zunehmend unter Druck. Ein Kilo Lammfleisch kostet auf einem Basar zwei Millionen Toman, gegenüber 600’000 Toman ein Jahr zuvor. Der IWF erwartet für 2026 eine Inflation von 68,9 Prozent; laut staatlichem Statistikzentrum lagen die Preise für Nahrungsmittel und Getränke im Juni/Juli 2026 um 128,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Kosten eines standardisierten Lebensmittelkorbs stiegen nach Angaben des Wohlfahrtsministeriums um 133 Prozent und verschlingen mehr als 74 Prozent des Mindestlohns von unter 17 Millionen Toman. Arbeitervertreter veranschlagen die tatsächlichen monatlichen Lebenshaltungskosten eines Haushalts auf über 80 Millionen Toman, Rentnervertreter in Teheran die Armutsgrenze für vier Personen auf 90 Millionen. Viele Familien reduzieren den Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten; auch zahnmedizinische Behandlungen werden für manche unerschwinglich. Die staatliche Lebensmittelkarte deckt nur noch 18 Prozent des definierten Warenkorbs.

www.journal21.ch

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