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Why the Nordic left embraces its militaries

European Correspondent
Why the Nordic left embraces its militaries

Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft, Partei-Politik

Regionen: International, Europa

Schwedische und finnische Linkspolitiker begründen ihre Unterstützung für Wehrpflicht und Verteidigung mit Russlands Bedrohung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer starken sozialen Infrastruktur. Schweden führte die Wehrpflicht 2017 unter einer sozialdemokratischen Regierung wieder ein; jährlich werden aus rund 100'000 erfassten 18-Jährigen etwa fünf Prozent der besonders Motivierten ausgewählt. In Finnland gilt die Dienstpflicht für Männer, und rund eine Million Menschen haben mindestens 165 Diensttage absolviert. Das Land verfügt über etwa 280'000 Soldaten im Kriegsfall sowie eine Reserve von 900'000 Personen. Jonas Sjöstedt und Li Andersson warnen davor, Aufrüstung durch Kürzungen bei Wohlfahrt, Bildung oder Arbeitsmarktpolitik zu finanzieren. Sicherheit entstehe, wenn Menschen eine Zukunft und etwas zu verteidigen hätten. Eine Pflichtarmee müsse zudem inklusiv sein, Sexismus bekämpfen und niemanden zum Tragen von Waffen zwingen. Andersson fordert, Wehrpflicht für alle gleich gelten zu lassen, unabhängig von Reichtum oder Macht. Deutschlands steigende Verteidigungsausgaben und gleichzeitige Sozialkürzungen dienen im Beitrag als Gegenmodell.

europeancorrespondent.com

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