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Wir ehren Täter und vergessen Opfer

Republik

Themen: Kultur, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Zwei nur wenige Kilometer voneinander entfernte Mahnmale in der Schweiz werfen Fragen zur Erinnerungskultur auf. Im Zentrum steht der Kontrast zwischen einer Gedenkstätte, die einen Täter ehrt, und einer weiteren, bei der die Opfer weniger sichtbar bleiben. Die Gegenüberstellung kritisiert, dass öffentliche Formen des Erinnerns historische Verantwortung ungleich gewichten können. Damit rückt der Umgang mit Tätern und Opfern ins Zentrum: Wer wird gewürdigt, wessen Leid bleibt im Hintergrund und welche Werte vermittelt ein Denkmal im öffentlichen Raum? Die Mahnmale werden als Ausdruck einer Erinnerungspolitik verstanden, in der die Anerkennung von Opfern gegenüber der Ehrung von Tätern zurücktreten kann.

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