Themen: Sport, Geopolitik, Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Westasien
Hans Fässler nimmt die Fussballweltmeisterschaften von 2030 und 2034 in einem satirischen Essay ins Visier. Die WM 2030 mit sechs Austragungsländern erscheint ihm als klimaschädliche Geldmaschine und Stofflieferantin für Mediengeschichten. Für 2034 entwirft er ein dystopisches Szenario einer WM in Saudi-Arabien, in dem autoritäre Gewalt, Fifa-Führung, westliche Rechtsparteien und sportliche Unterhaltung nebeneinanderstehen. Der Text kritisiert insbesondere die Vorstellung, Sport und Politik liessen sich trennen, sowie Sponsoren wie Aramco und UBS. Fässler bezweifelt, dass links-grüne Medien und Fans bei einer saudischen WM einen Boykott unterstützen würden. Ein Boykott bedeute aus seiner Sicht nicht nur den Verzicht der eigenen Nationalmannschaft, sondern auch, Spiele nicht zu schauen, keine Begleitgeschichten zu erzählen und keine Fanartikel zu kaufen. Als Schweizer Beobachter schildert er zudem seine erfolglose Suche nach einem distanzierten Zugang zum Public Viewing.