Themen: KI/Digital, Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Ostschweiz, International, Europa
Die Gruppe «Aufstände der Allmende» wollte nahe Beringen ein mehrtägiges Widerstandscamp gegen das geplante Datencenter organisieren. Sie kritisiert dessen erwarteten Strom- und Trinkwasserverbrauch sowie die Rolle von KI und globaler Tech-Infrastruktur. Nachdem Aktivistinnen und Aktivisten ihre Zelte auf einem Feld im zürcherischen Benken aufgestellt hatten, rückte die Kantonspolizei Zürich mit einem Grossaufgebot, Hunden und Drohnen an, nahm Personalien auf und liess das Camp räumen. Die Polizei verwies auf fehlende kommunale Bewilligungen und mögliche Umweltprobleme; die Gruppe hält die Räumung ohne Verfügung für fragwürdig. Drei Kantonsräte reichten dazu eine Anfrage ein. Nach einem Zwischenhalt in Schaffhausen zog das Camp ins deutsche Tengen. Dort fanden Diskussionen über Kobaltabbau, KI, Lithiumminen und direkte Aktionen statt. Die Aktivistinnen und Aktivisten verstehen das Beringer Datencenter als Teil einer umfassenderen, kapitalistisch geprägten digitalen Infrastruktur. Beringens Gemeindepräsident betont, kritische Stimmen seien wichtig, ein Camp mit bis zu 200 Personen nahe Wohngebieten sei aber zu gross gewesen.