Themen: CH-Politik, Krieg&Frieden, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Schweizer Armee wird nach dieser Einschätzung bis weit in die 2030er Jahre nicht handlungsfähig sein. Als Gründe werden fehlende oder verspätet verfügbare Waffen, eine ungewisse Zahl kampfbereiter Soldaten und ein geringer Kampfwille der Bevölkerung genannt. F-35A-Kampfjets und Patriot-Systeme aus den USA würden frühestens 2029 oder 2030 eintreffen und dann möglicherweise bereits technisch überholt sein. Bestellt seien neue Pistolen und Sturmgewehre; für Munition würden rund drei Milliarden Franken benötigt. Die Armeelogistik in Bern veranschlage für die kommenden 14 Jahre zehn Milliarden Franken. Insgesamt seien mindestens 70 bis 100 Milliarden Franken erforderlich, um die Armee wieder funktionsfähig zu machen. Kritisiert wird auch die Abhängigkeit von SAP-Software aus Deutschland. Angesichts der Aufrüstung europäischer Staaten und möglicher russischer Bedrohungen stellt der Beitrag Fragen nach Bunkern, Drohnen, Robotik, KI und der strategischen Einbindung der Schweiz zwischen Nato und einer möglichen Europa-Armee.