Themen: Innen-Politik, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Gegen einen aktiven Polizisten der Stadtpolizei Zürich läuft ein Strafverfahren wegen des Verdachts, vertrauliche Ermittlungssysteme missbraucht zu haben. Er soll Bekannten Unfallfotos und Berichte gezeigt und sensible Daten wie über eine private Unterhaltungsapp verwendet haben. Sein Anwalt bestreitet die Vorwürfe; es gilt die Unschuldsvermutung. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Polizistin, die eine Beziehung zu einem verurteilten Straftäter unterhielt. Sie arbeitet nicht mehr bei der Polizei, während der beschuldigte Polizist im Dienst bleibt. Seit 2020 wurden drei Stadtpolizist:innen wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses rechtskräftig verurteilt. Ein Whistleblower kritisiert fehlende automatisierte Schutzmechanismen gegen neugierige Abfragen sensibler Profile und Fotos. Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart verweist auf 2050 Personen mit Systemzugriff und auf interne Entdeckungen von Vorfällen. Das System Polis protokolliert Zugriffe während zwölf Monaten, überprüft sie aber nur bei konkretem Anlass.