Themen: Umwelt, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
In Zürich finden Insekten in Mauerritzen, Parks, Gärten, Wiesen, Wäldern, Gewässern und Balkonkistchen vielfältige Lebensräume. Laut Stefan Heller von BirdLife Zürich nisten Wildbienen in warmen Ritzen, während etwa die Orientalische Töpferwespe Erdnester in Mauern baut. Der Schwalbenschwanz, Ameisenlöwen und Libellen gehören zu den auffälligen Stadtbewohnern. Die Südliche Grille hat sich als wärmeliebende Art in den vergangenen Jahren unter anderem auf Bahnarealen und Wiesen ausgebreitet. Grünflächen mit einheimischen Pflanzen, Totholz, Steinhaufen und Sandflächen fördern die Artenvielfalt. Positiv entwickelt sich laut Heller die Gruppe der Totholz-Käfer, weil in Wäldern mehr abgestorbenes Holz liegen und stehen bleibt. Bei Tagfaltern ist die Vielfalt dagegen in den vergangenen hundert Jahren stark gesunken, weil artenreiche Blumenwiesen abgenommen haben. Intensive Landwirtschaft und Pestizide belasten zahlreiche Arten. Blühstreifen, Wildblumenwiesen und miteinander vernetzte Lebensräume sollen Bestäuber schützen. Auch seltenes Mähen und einheimische Pflanzen auf Balkonen können Wildbienen und Schmetterlinge fördern.