Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Neutralität
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Shell transferierte einen weltweit erzielten Gewinn nach Zug und versteuerte ihn dort statt auf den Philippinen. Dies schwäche nach der geäusserten Kritik die Steuereinnahmen des betroffenen Landes und widerspreche der geforderten Konzernverantwortung. Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler bezeichnete das Vorgehen in «10 vor 10» vom 17. August als korrekt und legal; internationale Steuergerechtigkeit sei nicht gesetzlich verankert. Der Beitrag kritisiert zudem die Forderung der FDP nach Steuerrückzahlungen für Reiche sowie weitere Verbindungen des Kantons zu umstrittenen Geschäften: eine Zuger Firma beim Trump-Familien-Projekt in Albanien und ein von der Fifa finanziertes Penthouse für Gianni Infantino in der Innerschweiz. Die Schweiz und Zug würden zweifelhafte Finanzgeschäfte diskret behandeln. Abschliessend wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Gönnern von Christoph Blochers Neutralitätsinitiative und einem Innerschweizer Kanton vermutet.