Themen: Corona, Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Zuger Maskendeals der Firma Emix werfen nach Ansicht von Loris Fabrizio Mainardi finanzielle und rechtsstaatliche Fragen auf, die neben dem Berufungsprozess im Fall Raiffeisen/Vincenz zu wenig beachtet würden. Emix verlegte ihr Domizil während der Maskenverkäufe vom Zürichberg in den Zuger Park Tower und profitierte laut Kolumne von deutlich tieferen Steuern. Bei Gewinnen von mehreren hundert Millionen Franken habe Zürich dadurch einen zweistelligen Millionenbetrag im Steuerwettbewerb verloren. Zentral ist für Mainardi die Frage, ob Preise für Schutzmaterial in der Pandemie-Notlage den Tatbestand des Wuchers erfüllen könnten. Die Staatsanwaltschaft habe diese Rechtsfrage seiner Einschätzung nach vorschnell selbst beantwortet, statt sie einem Gericht vorzulegen. Dies gelte auch angesichts von Aussagen von Maskenkäufern, die keinen Druck und keine Ausnutzung durch Emix empfunden hätten.