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Zwischen Empörung, Wut und Wutbürgertum

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Zwischen Empörung, Wut und Wutbürgertum

Themen: Klima&Energie, Gesellschaft, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Hitze, warme Nächte, trockene Landschaften, Waldbrände und Rekordtemperaturen verstärken die Sorgen um die Zukunft und insbesondere um die Zukunft kommender Generationen. Wut über diese Entwicklung könne eine politische Kraft sein, wenn sie den Druck für Veränderungen erhöhe. Klimaschutz brauche Menschen, die demonstrieren, Initiativen lancieren, Vorstösse einreichen, abstimmen und Forderungen stellen, sowie Regierungen, die daraus politische Massnahmen machen. Entscheidend sei jedoch die Abgrenzung zwischen produktiver Empörung und Wutbürgertum. Empörung richte sich gegen problematische Zustände und suche nach politischen Lösungen; Wutbürgertum personalisiere Konflikte, grenze aus und spalte. Auch beim Flugverkehr dürfe individuelles Verhalten nicht losgelöst von Einkommen, familiären Beziehungen und anderen Lebensumständen beurteilt werden. Die Klimakrise lasse sich nicht allein durch persönliche Entscheidungen lösen. Nötig seien Veränderungen bei Energieversorgung, Verkehr und Infrastruktur sowie soziale Lösungen. Gleichzeitig bleibe persönliche Verantwortung wichtig: weniger fliegen, weniger Fleisch essen und bewusster konsumieren. Politischer Druck und Selbstkritik müssten zusammengehen.

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