Themen: Wirtschaft/Finanzen, Kultur
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Winterthurer Stadtrat beantragt für 2027 ein Budget mit 2,093 Milliarden Franken Aufwand und 2,082 Milliarden Franken Ertrag. Daraus resultiert ein Aufwandüberschuss von 11,6 Millionen Franken, nachdem die Finanzplanung im Herbst 2023 für 2027 noch ein Defizit von rund 55 Millionen prognostiziert hatte. Für 2030 rechnet die Stadt jedoch wieder mit einem Minus von 35 Millionen und will deshalb ein Entlastungsprogramm im Umfang von rund 25 Millionen Franken vorbereiten. Der Steuerfuss soll bei 125 Prozent bleiben. Die Steuererträge sollen dennoch um rund 35 Millionen auf insgesamt 555 Millionen Franken steigen. Besonders stark belasten Bildung, Soziales und Pflegefinanzierung das Budget; sie machen laut Finanzvorstand Kaspar Bopp einen Grossteil der Ausgaben aus und steigen gegenüber dem laufenden Jahr um rund 25 Millionen. Im Kulturbereich bleiben Kürzungen bei vier grossen Institutionen vorerst aus, während städtische Museen und projektbezogene Kulturbeiträge weniger erhalten. Die «Unjurierte»-Ausstellung wird voraussichtlich erst 2029 wieder budgetiert.