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«Eine Verdichtung des Zürichbergs allein kann die Wohnkrise nicht lösen»

TSRI
«Eine Verdichtung des Zürichbergs allein kann die Wohnkrise nicht lösen»

Themen: CH-Politik, Leben, Umwelt

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die GLP will auf dem Zürichberg höhere und dichtere Bauten ermöglichen. Stadtforscher Michael Wicki hält eine Aufzonung planerisch für machbar und als Teil der stadtweiten Verteilungsdebatte für sinnvoll, erwartet aber nur begrenzte Wirkung auf den Wohnungsmarkt. Der Zürichberg sei überwiegend kleinteiliges Privateigentum; deshalb führten Ersatzneubauten oft nur zu kleinen Dichtegewinnen. Auf manchen Parzellen könnten lediglich vier bis sechs zusätzliche Wohnungen entstehen. Eine Aufzonung schaffe zudem nur eine Möglichkeit, keine Baupflicht. Wicki betont, dass Ersatzbauten deutlich mehr Wohnraum liefern müssten, sonst entstünden ökologische und soziale Kosten durch Abriss ohne ausreichenden Nutzen. Forschung zeige, dass in Zürich und Bern pro abgebrochene Wohnung deutlich weniger neue Wohnungen entstehen als in Basel, Lausanne oder Genf. Ersatzneubauten erhöhen oft die Mieten und können Verdrängung auslösen. Am Zürichberg sei dieses Risiko wegen des geringen Anteils günstiger Mietwohnungen strukturell kleiner.

TSRI

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