Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: International, Europa
Volkswagen plant laut mehreren mit den Vorgängen vertrauten Personen einen deutlich härteren Umbau als bisher bekannt. Statt vier könnten fünf Werke geschlossen und zusätzlich 60’000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Zusammen mit bereits beschlossenen Stellenstreichungen wären bis 2030 rund 130’000 von etwa 650’000 Arbeitsplätzen betroffen. Der Vorstand will die Werke in Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau schliessen; als weiterer Standort wird die Produktion im ungarischen Györ geprüft. Zudem sollen die Modellpalette von 150 auf 75 Fahrzeuge reduziert und Einsparungen beim Einkauf umgesetzt werden. Interne Unterlagen sehen ohne Einschnitte ab 2030 Verluste und sprechen von einer existenzbedrohenden Lage. Als Ursachen werden hohe Produktionskosten in Deutschland, sinkender Absatz und ein verspäteter Umgang mit digital vernetzten Elektroautos genannt. Betriebsrat und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies lehnen Werksschliessungen und weitere Personalkürzungen ab. Nach einem erwarteten Nein im Aufsichtsrat erwägt der Vorstand eine ausserordentliche Hauptversammlung.