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A Genève, la très riche famille Hinduja au complet pour affronter les juges et parler d’esclavage domestique

letemps.ch
A Genève, la très riche famille Hinduja au complet pour affronter les juges et parler d’esclavage domestique

Themen: Innen-Politik, Ungleichheit

Regionen: Schweiz, Romandie

Prakash Hinduja, seine Ehefrau Kamal, ihr Sohn, dessen Ehefrau und ein früherer Vertrauter stehen in Genf in einem Berufungsprozess. Die reiche indische Unternehmerfamilie war in erster Instanz zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden, weil sie die Verletzlichkeit ihrer Hausangestellten ausgenutzt und ihnen sehr tiefe Löhne bezahlt haben soll. Anders als im ersten Verfahren verzichtet die Verteidigung nun weitgehend auf zahlreiche Ausstands- und Verschiebungsanträge; drei von fünf Anwälten wurden ausgewechselt. Prakash Hinduja, 81, und Kamal Hinduja, 78, erscheinen diesmal persönlich vor Gericht. Die Beschuldigten verlangen eine Strafe mit vollständigem Aufschub. Prakash Hinduja erklärt, die Beschäftigten seien immer wieder zurückgekehrt und daher zufrieden gewesen. Falls Schweizer Gesetze verletzt worden seien, bedauere er dies, habe aber nach seinem Gewissen und Glauben gehandelt. Staatsanwalt Yves Bertossa reagiert weiterhin kritisch auf diese Haltung.

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