Themen: Klima&Energie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Komitee «100 % Erneuerbar» hat in Erlenbach, Küsnacht und Zollikon weitgehend identische Einzelinitiativen eingereicht. Die Werke am Zürichsee AG, die den drei Gemeinden gehört, soll künftig nur noch erneuerbaren Strom anbieten. Toni Baggenstos begründet die Forderung damit, dass steigende Nachfrage die Produktion von Naturstrom fördere und die Gemeinden ihre Netto-Null-Ziele bis 2035 beziehungsweise 2040 ernst nehmen müssten. Das Komitee will damit insbesondere Atomstrom aus dem Angebot entfernen. Baggenstos bezeichnet die Kernkraft als Auslaufmodell und verweist auf Sicherheitsrisiken, die ungelöste Lagerung radioaktiver Abfälle, steigende Kosten alter Anlagen und Uranimporte. Die Gemeindebehörden anerkennen zwar die laufenden Nachhaltigkeitsprojekte der Werke, darunter ein Seewasser-Fernwärmenetz in Zollikon, lehnen die Forderung aber als zu weitgehend ab. Rund ein Drittel der Kundschaft beziehe Mixstrom mit hohem Kernenergieanteil; die Behörden sehen die Wahlfreiheit gefährdet. Über die Initiativen entscheiden die Gemeindeversammlungen.