Themen: Klima&Energie, Demokratie, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Rund 17'000 Menschen demonstrierten laut Organisator:innen Ende September in elf Städten unter dem Motto «Keine 50-Grad-Sommer». Der Autor, einst selbst im Klimastreik engagiert, kritisiert die Bewegung dafür, politische Untätigkeit und das Wirtschaftssystem zu beklagen, ohne ihre Analyse und die geforderte Veränderung konkret zu erklären. Klimagerechtigkeit sei im auf Profit und Wachstum ausgerichteten Kapitalismus nicht erreichbar; eine dauerhafte Bewegung müsse diese Kritik offensiv vermitteln, statt sich auf allgemeine Forderungen zu beschränken. Im zweiten Teil wendet sich der Text gegen die Deutung der AfD als radikalen Systembruch in Deutschland. Ihr Chauvinismus sei zwar widerlich, aber Abschottung und Abschiebungen fänden sich auch bei etablierten Parteien. Die AfD werde vor allem wegen ihrer EU- und Russlandpolitik ausgegrenzt. Setze sich ihr prowestlicher Flügel durch, könnten CDU und SPD ihr Regierungsverantwortung übertragen, ohne dass es dafür eines Bruchs mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung brauche.