Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Pharmaunternehmen zahlten 2025 insgesamt 234 Millionen Franken an Akteure des Schweizer Gesundheitswesens. Seit dem Transparenzkodex von 2014 summieren sich die offengelegten Zuwendungen auf mehr als 2,1 Milliarden Franken. Finanziert werden Kongresse, Weiterbildungen, Referate, Beratungen, Fachgesellschaften und klinische Forschung. Laut der Auswertung können solche Zahlungen Interessenkonflikte schaffen: Gesponserte Mediziner verschreiben nachweislich häufiger teure Originalpräparate, insgesamt mehr Medikamente und weichen eher von neutralen Leitlinien ab. Die Einhaltung des Heilmittelrechts wird jedoch weder vom Bundesamt für Gesundheit noch von Berufsverbänden überprüft. AstraZeneca führte mit 27,4 Millionen Franken vor Novartis mit 26,4 Millionen und Roche mit 25,6 Millionen. 141 Millionen gingen an Spitäler, Stiftungen, Kongressveranstalter und Fachgesellschaften; 8,7 Millionen direkt an 3720 Ärztinnen und Ärzte. Oliver Distler vom Universitätsspital Zürich erhielt knapp 97’000 Franken aus Nebenbeschäftigungen.