Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Onlineplattformen können bei aussergewöhnlichen Ereignissen Preise stark erhöhen und dabei persönliche Daten nutzen, um die individuelle Zahlungsbereitschaft einzuschätzen. Während einer Hitzewelle in Frankreich stiegen die durchschnittlichen Onlinepreise für Ventilatoren um 46 Prozent und für Klimageräte um 22 Prozent. Fachleute unterscheiden dynamische Preise, die für alle Kundinnen und Kunden gleich nach Nachfrage schwanken, von personalisierten Preisen. Letztere können für dasselbe Produkt je nach digitalem Profil unterschiedlich ausfallen und sind schwer nachweisbar. Beim iberischen Blackout 2025 stiegen laut SER Catalunya die Tarife bei Cabify um 300 Prozent, bei Uber um 116 Prozent und bei Bolt um 30 Prozent. EU-Regeln verbieten Preisänderungen nicht grundsätzlich, verlangen aber Hinweise bei personalisierter Preisbildung und untersagen irreführende Praktiken. Konsumentenorganisationen und Forschende fordern weitergehende Transparenz, Preisstabilität während eines Kaufvorgangs und Obergrenzen für essenzielle Güter und Dienste in Notlagen.