Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die kurdisch-türkische Gruppe Tolhildan ist seit rund zwei Jahren in der Schweiz aktiv, insbesondere in der Region Basel. Laut Fedpol zählt sie hierzulande eine zweistellige Zahl von Mitgliedern und ist unter anderem in Waffen- und Drogenhandel, Erpressung und illegales Glücksspiel involviert. Eine Recherche von SRF dokumentierte Waffenangebote auf Telegram und die Nutzung sozialer Netzwerke zur Anwerbung junger Mitglieder. Fedpol bestätigt Verbindungen zur international tätigen Dalton-Bande, die laut der Recherche für Anschläge auf Geschäfte in Deutschland verdächtigt wird. Der mutmassliche Leiter der Schweizer Tolhildan-Zelle weist die Vorwürfe zurück. Er räumt ein, früher für die PKK gekämpft zu haben, erklärt aber, die Beziehungen 2018 abgebrochen zu haben. Bundeskriminalpolizeichef Markus Gisin warnt, dass bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppen auch Unbeteiligte gefährden könnten. Fedpol betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei den Ermittlungen.