Themen: Gesellschaft, Innen-Politik, Technologie
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
In den Kantonen Luzern und Zug sind zahlreiche Bahnhöfe und Haltestellen weiterhin nicht vollständig hindernisfrei, obwohl das Behindertengleichstellungsgesetz Anpassungen bis Ende 2023 verlangte. Schweizweit waren Ende 2025 1168 von rund 1800 Bahnstationen barrierefrei nutzbar; damit konnten 83 Prozent der Passagiere hindernisfrei reisen. Bahnunternehmen nennen fehlende Mittel und Ressourcen sowie Bauarbeiten im laufenden Betrieb als Gründe für die Verzögerungen. Der Bund stellte zusätzlich 250 Millionen Franken bereit. In Zug sind 15 von 19 Stationen hindernisfrei oder teilkonform, vier befinden sich in Planung. In Luzern erfüllen 38 von 51 Stationen diese Kriterien; sechs sind geplant, drei im Bau. Brittnau-Wikon, Hasle, St. Erhard-Knutwil und Werthenstein sollen wegen unverhältnismässiger Kosten nicht vollständig umgebaut werden; Ersatzmassnahmen wie Personalhilfe sind vorgesehen. Auch Bushaltestellen bleiben häufig nur eingeschränkt zugänglich.