Themen: Kultur, Sport
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Zugerberg wurde in den 1920er-Jahren mehrfach zur Rennstrecke für Automobile. Die Zuger Sektion des Automobilclubs der Schweiz organisierte am 20. Juli 1924 ihre erste Bergprüfungsfahrt. Tatsächlich hatte die Zürcher Sektion des Schweizerischen Automobil- und Motorfahrer-Verbands SAMV zusammen mit dem TCS bereits am 1. September 1922 auf derselben Strecke eine Fahrt durchgeführt. Die 3,5 Kilometer lange Naturstrasse führte vom Hotel Guggital auf 518 Metern zur Seilbahnstation auf 934 Metern Höhe; sie hatte durchschnittlich 14 und maximal 18 Prozent Steigung. Unter 37 Startenden erreichte Lepori aus Lugano auf Fiat mit 4 Minuten und 27,4 Sekunden die Bestzeit. Die einzige Teilnehmerin war Frau Rothenbach aus Olten auf einem Amilcar. Das Sonntagsfahrverbot musste 1922 aufgehoben werden, worauf Geistliche wegen möglicher Gottesdienststörungen protestierten. Spätere Reglemente verlangten bei Kirchen mässiges Tempo und geschlossene Auspuffe. ACS und SAMV/TCS führten getrennte Rennen und eigene Zählungen durch.